Ein abschließendes Gespräch

11. August 2014 § Ein Kommentar

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Marliesa Komanns: Gestern war der letzte Tag der Quadriennale. Findest du, es war eine gute Zeit? Bist du mit der Quadriennale 2014 zufrieden?

Romina Dümler: Komisch, ja…die Quadriennale ist nun schon zu Ende! Ich muss sagen, ich fand es einerseits eine sehr schöne Zeit. Ich habe es tatsächlich geschafft alle Ausstellungen zu sehen und auch einige Events mitgenommen – und das Berichten hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Andererseits bin ich etwas unschlüssig ob ich das Gesamtkonzept dieser Quadriennale in Düsseldorf als gelungen bewerten soll. Wie geht es dir damit?

MK: Ich fand es an sich sehr gut, die Ausstellungen haben mir sehr gefallen und es gab eine schöne Vielfalt. Letztendlich finde ich es wichtig, dass eine Stadt aktiv ist und solche Aktionen ermöglicht. Das belebt die Stadt und macht sie sicherlich auch für Leute von außerhalb attraktiv.

RD: Naja, das Motto „Über das Morgen hinaus“ war natürlich sehr breit gewählt, damit alle Häuser darunter Platz finden. Das ist ja auch verständlich, da (glücklicherweise!) eine solche Bandbreite an Kunstinstitutionen in der Stadt vorhanden ist. Leider birgt das dann auch immer die Gefahr, etwas beliebig zu werden. Ich las gestern noch einen Artikel in der Rheinischen Post in der selbst der Oberbürgermeister vorsichtig das „Profil“ der Quadriennale in Frage gestellt hat.

MK: Aber Themen für Großausstellungen sind immer recht allgemein gefasst, damit sich eben viele verschiedene Positionen darunter zusammenfinden können…

RD: Das sehe ich natürlich schon ein. Aber anstelle von elf Leitbegriffen, wäre ich gerne Beobachterin gewesen, wie alle Häuser sich auf ihre Art mit z.B. nur mit den Begriffen Licht und Luft auseinandergesetzt hätten. Ich glaube selbst zu diesen beiden hätte man sehr viel machen können. Aber das sind jetzt nur Gedankenspiele und im Großen und Ganzen fand ich ein zukunftsorientiertes Motto doch auch gut.

MK: Ich auch.

RD: Und natürlich gab es auch sehr gute Ausstellungen! Was war denn dein persönlicher Favorit?

MK: Mir hat auf jeden Fall Unter der Erde. Von Kafka bis Kippenberger im K21 am besten gefallen. Das war wirklich grandios und mit so vielen kreativen Ideen verbunden. Auch Kandinsky, Malewitsch, Mondrian – Der weiße Abgrund Unendlichkeit im K20 fand ich sehr gut, sehr klassisch. Aber ich muss sagen, es gab in jeder Ausstellung etwas, das mich begeistert und interessiert hat. Smart New World in der Kunsthalle gehört auch zu meinen Favoriten, aber dafür musste man sich definitiv etwas mehr Zeit nehmen. Der Genuss kam erst über die Nachwirkung.
Und was hat dir am besten gefallen?

RD: Ja, bei Smart New World würde ich dir definitiv zustimmen! Ich fand dies eine Ausstellung mit sehr wichtigen zeitgenössischen Positionen und natürlich einem aktuellen Thema! Aber wirklich zunächst nicht ästhetisch-beglückend😉 Aber je mehr man sich darauf eingelassen hat, desto wichtiger fand ich die Leistung der Kuratoren. Auch der direkte Nachbar Zum Beispiel…„Les Immatériaux“ fällt bei mir unter diese Kategorie. Außerdem war ich sehr positiv vom Hetjens-Museum überrascht.
Aber ich muss auch sagen, dass mir manche gar nicht gefallen haben. Zwar ist das Thema des Museum Kunstpalast, Alchemie, hochspannend, aber die Umsetzung…naja. Von der Pieneausstellung in der Langen Foundation war ich auch etwas enttäuscht.

MK: Und was ist mit dem zusätzlichen Programm? Sollen wir das nochmal chronologisch durchgehen? Es fing glaube ich mit dem Symposium Vernetzung Über das Morgen hinaus – Neue Chancen für den Ausstellungsbetrieb an.
Das war toll. Es waren so viele interessante und bekannte Leute da und der gemeinsame Austausch war total spannend und schön mitzuerleben. Außerdem konnte man viel über die Möglichkeiten im Internet lernen und gerade hier halte ich eine Zusammenarbeit zwischen den Museen und Städten für sinnvoll.
Aber schon bald darauf wurde ja auch die Ausstellung der Off-Spaces Another Place / Another Space / Together eröffnet. Wie hast du das erlebt?

RD: Ach ja, die Quadriennale wollte auch außerhalb der großen Institutionen mitmischen.
Another Place / Another Space / Together war aber meiner Meinung nach keine gute Ausstellung. Echt Schade. In meinem Bekannten- und Freundeskreis fiel sie auch eher durch.

MK: Ich finde das total lustig, dass wir die Quadriennale oft so gegensätzlich wahrgenommen haben. Mir hat die Ausstellung im ehemaligen toom-Baumarkt total gut gefallen. Ich fand sie sogar große Klasse! Die Künstler sind so unterschiedlich mit den Räumlichkeiten umgegangen und haben sich mal mehr, mal weniger, aber immer wieder sehr individuell mit den Gegebenheiten auseinandergesetzt. Vor allem finde ich es wichtig, dass auch ganz junge Positionen auf der Quadriennale präsentiert wurden. Eine Ergänzung, auf die man, meiner Ansicht nach, nicht verzichten sollte!

RD: Da sind wir wohl wirklich sehr unterschiedlicher Meinung. Mein bleibender Eindruck ist, dass in diesen schwierigen Baumarkträumen alles so verloren gewirkt hat und mir definitiv ein schlüssiges Gesamtkonzept gefehlt hat. Ganz anders beim Videoparcours in der Altstadt! Das war übrigens mein absolutes Highlight! Ein wirklich sehr schöner Abend!

MK: Ja, das dachte ich mir schon. Und auch da unterscheiden wir uns *g*. Zunächst hatte ich mir etwas ganz anderes darunter vorgestellt. Parcours hörte sich irgendwie nach Aufgaben an, dass man die einzelnen Stationen gezielt anlaufen muss, mit einer festen Reihenfolge oder so. Aber es war ja eher so, dass man ganz normal durch die Altstadt bummeln und überall mal vorbeischauen konnte. Die Idee fand ich gut, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt. Als Versuch fand ich es lohnenswert, aber ich würde so etwas nicht wiederholen.

RD: Vielleicht lag das an den unterschiedlichen Tageszeiten an denen wir dort waren. Du warst ja eher nachmittags unterwegs, richtig? Abends war das ganze Spektakel mit einem trinkenden, feiernden Volk ein wirklicher Parcours, mit den Aufgaben: Vermeide dich am Mann mit dem etwas knappen Höschen zu reiben!😉

MK: Es ging, so bis 22 Uhr war ich unterwegs. Es war entweder total leer in den Kneipen oder gut besucht, vor allem mit Junggesellenabschieden, sodass die Kunst total untergegangen ist und keiner etwas davon mitbekommen hat…Egal, kurz darauf gab es ja zunächst den Aufbau und dann den Brand der Feuerskulptur von Nina Hole. Wie hat dir das gefallen?

RD: Ich muss gestehen, dass ich den Brand verpasst habe! Ich hätte mir die Skulptur aber wesentlich größer vorgestellt! Leider war das, was ich beim Aufbau gesehen habe eher weniger beeindruckend.

MK: Stimmt, ich hatte sie mir auch größer vorgestellt. Aber die Story an sich fand ich sehr interessant. Der Bericht in der Lokalzeit Düsseldorf im WDR war auch sehr gut dazu. Sowieso finde ich, dass der WDR die Quadriennale gut ergänzt hat und vielleicht die Reichweite noch gesteigert hat. Hast du die Themenreihe Unterwelten gesehen? Die kam letzte Woche. Täglich wurde immer ein unterirdischer Ort in Düsseldorf vorgestellt. Wenn das nicht von der Ausstellung im K21 inspiriert worden war! Da sieht man mal, welchen Einfluss die Kunst haben kann😉 Aber noch kurz zur Feuerskulptur: Ich fand es schade, dass das Museum so wenig für dieses Event getan hat. Hat man sich nur die Ausstellung im Hetjens-Museum angesehen, wurde man in keiner Weise darauf hingewiesen, dabei hätte das Museum darüber echt punkten können.

RD: Die WDR-Beiträge klingen sehr interessant, kann man sich das nachträglich im Internet ansehen? Ja, diese Wechselwirkung zwischen Stadt und Museen waren sicherlich ausdrücklich erwünscht und sehr forciert. Generell denke ich an die vielen Aktionen, um die Besucher miteinzubeziehen, die wohl auch gut angekommen sind, sodass insgesamt wohl rund 290.000 Besucher gezählt wurden. Ich denke da auch beispielsweise an den lila Wust des Urban Branding, der irgendwann aber genervt hat. Was die Wechselwirkung Hetjens-Museum – Rheinufer betrifft – denn die Feuerskulptur war ja ganz klar so ein Versuch Besucher in ein in Düsseldorf weniger beachtetes Museum zu locken – war, als ich das Museum besucht habe schon Infomaterial zu einer kombinierten Führung ausgelegt worden. Auch an der Skulptur meine ich gab es einen Hinweis.

MK: Hm, als ich mir die Ausstellung ein zweites Mal angesehen habe (und das war nach dem Brand der Feuerskulptur) hat man im Museum keine Hinweise ohne Vorwissen erhalten.
Zu den Beiträgen des WDRs: Ja, man kann sie in der dortigen Mediathek einsehen, aber nur für eine Woche, also die ersten Beiträge sind schon wieder draußen😦
Lass uns kurz über das OpenSource-Festival reden. Wir waren ja beide nicht dort. Gab es einen bestimmten Grund für dich, nicht dorthin zu gehen?

RD: Ja, klar: der Preis! Ich wäre gerne dagewesen aber es war mit etwas über 43 Euro Eintritt einfach zu teuer!

MK: Ja, dem stimme ich zu. Ich war an dem Tag zwar auch verhindert, aber die Tickets waren zu teuer, es sei denn, man hat sie als Early-Bird gekauft ohne zu wissen, wer spielt und dafür war mir das Line-Up in den letzten Jahren zu unbeständig, als dass ich mich darauf eingelassen hätte.
Und zu der Performance-Nacht? Wie hat sie dir gefallen? An dem Wochenende war ich ja leider nicht in Düsseldorf.

RD: Ja, die Performance-Nacht gab es auch noch! Man merkt, dass Quadriennaleteam wollte wirklich alle etwas weitergefassten Sparten der Kunst abdecken. Gut so, eigentlich, aber wie ich schon in meiner Review geschrieben hatte: Manchmal etwas zu gewollt. Und wie war das Sky Event? Zu der Zeit war ich ja wiederum nicht in der Stadt.

MK: Hm, das war alles sehr schade. Ich hatte mich total auf die Aktion gefreut. Pienes Kunst und ZERO überhaupt schätze ich sehr und ich habe mir das Event so richtig beeindruckend vorgestellt. Leider wurde es ja bereits im Vorhinein durch Pienes Tod überschattet. So gerne hätte ich ihn noch persönlich über seine Kunst reden hören. Das war bestimmt für alle Beteiligten nicht einfach und sicher musste vieles noch umorganisiert werden. Nun gut, das Event hat trotzdem stattgefunden und das Interesse war enorm. Wie schade, dass dann so wenig dabei rumkam. So viele Besucher haben Stunden lang in der Langen Foundation gewartet und nichts passierte. Wer den langen Weg auf sich genommen hatte, ohne Karten für das Hauschka-Konzert zu haben, hat sich sicherlich geärgert. Ich hoffe doch, dass Hauschka wenigstens für die glücklichen Ticketbesitzer, einiges von dem Tag retten konnte.

RD: Neben der Ausstellung zu Piene, richtete die Quadriennale ja auch für Elaine Sturtevant eine der letzten Ausstellung zu deren Lebzeiten aus. Es ist doch insgesamt einiges passiert während der Laufzeit. Wie war es für dich, Marliesa, im Format eines Blogs für andere über dieses Festival zu berichten?

MK: Also generell habe ich unseren Blog als Experiment gesehen. Wir haben das zum ersten Mal gemacht und dafür finde ich, war unsere Arbeit in Ordnung. Ich muss aber auch gestehen, dass ich mich in meiner Kritik oft zurückgehalten habe. Es ist immer leicht von außerhalb etwas zu kritisieren, wenn man selbst nicht dafür verantwortlich ist. Für mich lag unsre Aufgabe auch darin, das Programm der Quadriennale bekannt zu machen und Leute zu einem Besuch zu motivieren. Klar, wir hätten in unserem Blog noch so viel mehr machen können. Leider ist zum Beispiel das Urban Gardening bei uns etwas zu kurz gekommen, aber wir haben es geschafft, den Blog über diese 18 Wochen am Laufen zu halten. Außerdem haben wir viel dadurch gelernt, welche Möglichkeiten, aber auch welche Schwierigkeiten ein solches Internetmedium mit sich bringt und davon können wir sicherlich auch noch in Zukunft profitieren.
Was unsere Leserschaft anbelangt: Auch wenn es Statistiken von WordPress gibt, wissen wir im Grunde ja nicht, wer am anderen Bildschirm sitzt. Ich wusste zwar in welchem Umfeld wir für unseren Blog geworben haben und über unsere Facebookseite erhielten wir ein paar wenige Informationen zu unseren Lesern, aber ich konnte mir trotzdem nur eine fiktive Leserschaft basteln. Daher war es mir wichtig, dass meine Texte verständlich sind und dass sich möglichst viele Menschen in meine Berichte hineindenken konnten und sich angesprochen fühlten.
Wie war das bei dir?

RD: Du sprichst da einen Punkt an, der mich auch selbst oft zum Nachdenken gebracht hat. Für mich persönlich war es vor allem wichtig, mich kritisch mit den kuratorischen Konzepten der Ausstellungen und Veranstaltungen auseinanderzusetzen und das dann verständlich und prägnant zu formulieren. Dieser Fokus war für mich vorrangig, weil ich glaube, dass dadurch neue Sichtweisen aufscheinen können, die schlussendlich selbst für die Verantwortlichen von Nutzen sein können. Erst durch eine fundierte Kritik eröffnen sich neue Möglichkeiten der Kunstbetrachtung, von der diese lebt.
Weil das natürlich immer von subjektiven bzw. streitbaren Eindrücken durchsetzt ist, über die es sich eben angeboten hätte zu diskutieren, hätte ich mir mehr Kommentare in unserem Blog oder auch in Facebook, das ja vielleicht dem ein oder anderen näher ist, gewünscht. Das hätte für mich einen noch größeren Lerneffekt erzielt. Aber auch so war das Schreiben für den Blog etwas definitiv Neues aber hoch Spannendes! Man hofft dann eben, dass sich ein möglichst breites Publikum angesprochen fühlt, denn mit unterschiedlichen Formaten haben wir versucht, für verschiedene Zielgruppen etwas Relevantes zu posten.

MK: Ja, das mit den Kommentaren kann ich gut nachvollziehen. Wären Kommentare gekommen, womit ich von Anfang an nicht gerechnet hatte, hätte man seine Texte sicherlich anders, eben auf die Kommentare eingehend, geschrieben. Was ich bei meinen Ausstellungsbesuchen auch immer im Hinterkopf hatte, war, wie sich Besucher im Museum zurechtfinden. Neben einer adäquaten wissenschaftlichen Präsentation der Werke ist das ja der Punkt, den Museen für sich immer wieder überprüfen sollten. Wenn man selbst täglich im Museum arbeitet erscheinen einem viele Dinge als selbstverständlich und es kann vorkommen, dass man vergisst, dass diese Sachen aber für einen neuen Besucher ganz und gar nicht selbstverständlich sind. Aber gerade dieser Besucher sollte sich ja in der Ausstellung wohl fühlen und gerne wiederkommen. Deswegen waren mir Anmerkungen zu diesen Themen in meinen Ausstellungsbesprechungen auch immer wichtig.

RD: Ja, die Perspektive mit der man auf die Ausstellungen blickt sollte mitbedacht werden – auch ein wichtiger Punkt für das Schreiben eines Blogs.
Und nun…Wehmut über das Ende? Oder Vorfreude auf die nächste Quadriennale in vier Jahren? Wie schon gesagt, wären mir für die nächste Auflage ein spezifischeres Thema und bitte eine andere Farbe als Lila für das Marketing ein Anliegen. Hast du irgendwelche Wünsche „über das Morgen hinaus“?😉

MK:😀 Ja, Wehmut und Vorfreude zugleich. Es ist gut, dass etwas endet, damit danach etwas Neues entstehen kann. Konkrete Wünsche habe ich nicht, aber die Hoffnung, dass die Stadt und viele Geldgeber auch an dieser Quadriennale gesehen haben, wie wichtig Kunst und Kultur für das Leben und für eine blühende Stadt sind.

QuadriFinale

10. August 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

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Der Motor wurde ausgeschaltet, der Wagen geparkt. Ich verließ das Auto und befand mich umgeben von Feldern auf der einzigen Straße, die zur Langen Foundation führt. In gut 2,5 km Entfernung sah ich die große Skulptur, die am Anfang des Geländes steht. Es war noch ein guter Fußweg bis dorthin, doch die Autos parkten bereits hier in langen Reihen am Straßenrand und es wurden immer mehr. Sie kamen aus der näheren Umgebung, aber auch aus Braunschweig, Hamburg, Frankfurt, Berlin und München. Ich reihte mich ein in die Menschenzüge, die nur ein Ziel hatten: das QuadriFinale in Form des Sky Events von Otto Piene. Wie Pilgerströme auf den letzten Metern zu Santiago de Compostela schienen die Besucher dem letzten großen Ereignis der diesjährigen Quadriennale entgegen zu fiebern, als wollten sie sagen: „Das waren tolle 18 Wochen, in denen die Kunst uns begeistert hat, dieses letzte Event wollen wir alle sehen!“.

Eigentlich sollte das Sky Event bereits im Juni stattgefunden haben, doch durch die terminliche Verschiebung wurde es zum Teil des QuadriFinales und dies erschien mehr als passend, denn für Otto Piene gehörte zu seinem Sky Event auch ein großes Fest. Es ging ihm um das gemeinsame Erleben und dies wurde in der Langen Foundation inszeniert. Auf einer großen Wiese gab es Bierzeltgarnituren, Getränke, Pommes, Eis, Wurst usw. In einem Teil der Wiese schwebten bereits die ersten mit Helium gefüllten Schläuche, die zu den „Luftskulpturen“ Otto Pienes gehörten, der leider vor wenigen Wochen gestorben ist und deshalb nicht mehr persönlich an seinem Event teilnehmen konnte.

Über den Tag verteilt sollten immer wieder mit Gas gefüllte Skulpturen Pienes in den Himmel aufsteigen. Anscheinend waren jedoch die Windbedingungen so schlecht, dass dies nicht möglich war, zumindest nicht in den ersten Stunden, in denen ich anwesend war, bevor ich mit sehr vielen anderen das Gelände wieder verließ ohne eine einzige fliegende „Luftskulptur“ gesehen zu haben.

Allerdings gab es noch mehr zu sehen, denn die Julia Stoschek Collection sowie die Kai 10 | Arthena Foundation hatten sich an diesem Programm beteiligt. Im Abraham-Bau auf der Raketenstation wurden ausgewählte Werke der beiden Sammlungen gezeigt. Wer dies jedoch nicht im Vorfeld wusste oder sich auf dem Gelände nicht auskannte, konnte froh sein, wenn er am Ende der Wiese über ein Schild mit der Aufschrift „Abraham-Bau“ stolperte und diesem Hinweis einfach mal folgte.

Um 20 Uhr gab es aber noch ein richtiges Highlight und zwar das Konzert des in Düsseldorf lebenden Künstlers Hauschka. Ich selbst konnte leider keine Karte mehr für das ausverkaufte Konzert erwerben, aber da ich den Künstler bereits live erlebt habe, gehe ich davon aus, dass dies ein wunderbarer Abschluss war.

Wer heute noch den letzten Tag der Quadriennale nutzen möchte, kann auch ab 18:30 Uhr zum gemeinsamen Picknick am Ehrenhof kommen. Bereits um 18:00 Uhr ertönt noch ein letztes Mal die Fanfara Futurista. Es lohnt sich also! (MK)

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Ein Geist geht um…

4. August 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

 

…ein Geist, der zuerst „Joseph Beuys, Reste einer staatlich zerstörten Fettecke“ hieß und nun nach einigen Querelen «Geist. Reste der zerstörten Fettecke von Joseph Beuys (1982, Raum 3, Staatliche Kunstakademie Düsseldorf. Edition 1-16, Korpys/Löffler/Schmal 2014, 50 % Vol)» genannt werden darf. Wer sich einmal die Mühe macht und diese Begebenheit in eine Internetsuchmaschine eingibt, wird feststellen, dass (mehr oder weniger) alle Zeitschriften bzw. Zeitungen diese Gegebenheit als berichtenswürdig fanden. Sommerloch? Iwo! Und warum dann Worte darüber verlieren?

Zunächst weil der Umwandlungsprozess so herrlich zur Alchemie-Ausstellung des Museum Kunstpalast passte, das während der Langen Nacht der Performance das Künstlertrio Markus Löffler, Andree Korpys und Dieter Schmal einlud, um  über 30 Jahre alte Beuys’sche Fettreste zu Schnaps zu brennen. Dann, weil die Beuys – Witwe (natürlich?) erbost die Aktion als  «unglaubliche Unverschämtheit» betitelte und juristische Schritte erwog. Weggefährten von Herrn Beuys hielten dagegegen und bezeichneten die Aktion als «einen wunderbaren Gedanken». Ach lest selbst nach, was noch alles gesagt wurde , z.B. hier. Also doch noch ein Skandälchen im Rahmen der Quadriennale?

Wir wollen ja mal den Schnaps im Düssel-Dorf lassen. Zumindest ist es ein Nachtrag zur Review der Performancenacht. Ach übrigens, es wurde nicht nur gebrannt, sondern auch getrunken! Das abschließende Fazit lautete dann: «Der Geschmack erinnert ein bisschen an Parmesan. Man trägt ihn noch lange mit sich rum.» Na dann, Prost! (RD)

Von der Utopie zur Wirklichkeit

28. Juli 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

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Wir kommen zur letzten Ausstellungsbesprechung in unserem Blog und damit zur Ausstellung Visionen und Albträume – Die Stadt der Zukunft im Film des Düsseldorfer Filmmuseums im ehemaligen NRW-Forum, also dem Hauptquartier der Quadriennale.
Film und Kunst gehen häufig eine unzertrennliche Verbindung ein, die von gegenseitiger Inspiration, Experimentierfreude und fantastischen, utopischen Ideen geprägt ist. Bereits mit der Entwicklung der Fotografie und den ersten filmtechnischen Möglichkeiten machten sich auch Künstler dieses Medium zu eigen. Nach Eadweard Mybridge und den Brüdern Lumière, die den Film eher aus der fotografischen Perspektive sahen, kann man Georges Meliès als einer der ersten bezeichnen, die das Medium nach unserem heutigen Verständnis benutzten. Auszüge seines Films Le Voyage dans la Lune (Die Reise zum Mond) aus dem Jahr 1902 lassen sich auch in der Ausstellung finden.
Diese erstreckt sich über die zwei Räume im Untergeschoss des Gebäudes am Ehrenhof. Schon beim Betreten des Museums kann man einen Blick auf die aufwendige Ausstellungsarchitektur werfen, die sich durch die gesamte Exposition zieht. Der erste Teil wird mit der Skyline aus Metropolis und der bekannten Filmszene des Arbeiters an der Uhr eingeleitet. Metropolis, der als erster Film überhaupt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, zählt zu einem der ersten Science-Fiction-Filme, die auch den Großteil der Ausstellung bestimmen und passt damit ideal zum Quadriennale-Motto „Über das Morgen hinaus“.
Das Spannende an diesem Quadriennale-Beitrag ist der Vergleich zwischen unserer heutigen Realität und den damaligen Ideen der Science-Fiction-Welt. Metropolis beispielsweise spielt im Jahre 2000, einem Jahr, das zum Entstehungszeitpunkt in der 75 Jahre entfernten Zukunft lag und das für uns heute bereits der Vergangenheit angehört. Interessant sind auch die Modelle zu den präsentierten Filmen, die einem die Einfälle des Filmteams noch transparenter machen. So kann man unter anderem ein Modell der Enterprise aus Star Trek betrachten, in dem alles vorhanden ist, das uns in unserem Alltag begleitet. Immer wieder wird einem bewusst, wie eng die filmische Utopie und die Realität beieinander liegen. Zum einen wird eine gegenseitige Beeinflussung zwischen ideeller und realisierter Kunst aufgezeigt, wie man es an den Schautafeln zu den Architekturen El Lissitzkys und Le Corbusiers im Vergleich zu den Filmkulissen erkennen kann. Zum anderen bemerkt man, wie viele der technischen Geräte aus den Filmen bereits von der Wissenschaft realisiert wurden, wie zum Beispiel die Gestensteuerung aus Minority Report.
Diese Ausstellung ist eine tolle Ergänzung zum restlichen Quadriennale-Programm, da in ihr wie im Film viele unterschiedliche Impulse aufeinander treffen. Am wohlsten werden sich hier vermutlich Erwachsene zwischen 30 und 60 fühlen, die mit den meisten der Filme aufgewachsen sind. Ich, mit meinen 26 Jahren, kenne viele der Filme von meinen Eltern und kann mich ebenfalls für die technischen Ideen begeistern, habe damals auch von einem Kommunikator bzw. einem Kommunikationsabzeichen von Star Trek und vom Beamen geträumt, stoße jedoch als Nicht-Science-Fiction-Fan auch an meine Grenzen. Ich frage mich, wie Kinder und Jugendliche diese Ausstellung wahrnehmen, für die weit mehr und andere technische Geräte selbstverständlich geworden sind und ob sie immer noch über die Utopien staunen können. (MK)

Tanz mir das Facebook!

21. Juli 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Nach einer Videonacht lud

die Quadriennale am vergangenen Samstag zu einer langen Nacht der Performance ein. Performance also. Ich schielte – wie immer – erst einmal auf das Selbstverständnis unseres nun langsam zu Ende gehenden Kunstfestivals: „In der Performance-Kunst verschwimmen die Grenzen zwischen den verschiedenen Kunstgattungen, wobei die Vielfalt an Ausdrucksformen, Gattungen und Tendenzen kaum noch zu erfassen ist“, schreibt die Quadriennale. Eine andere Umschreibung also für: Was heute Performance-Kunst ist, kann und will man nicht genau definieren. Es kann und will vieles ein.

Das so anzuerkennen ist auch nicht weiter schlimm, gibt es doch seit den 50er Jahren, in denen die Performance-Kunst fester Bestandteil des Gattungskanons wurde und sich in solchen Unterkategorien wie „Body Art“, „Happening“, „Aktionskunst“ weiter auffächerte, unterschiedlichste Ansätze, was Performance bzw. Performativität bedeutet.[1] Will man sich aber etwas annähern, kann man Performance in einem sehr weiten Sinn als „jede künstlerische Äußerung oder Aktion vor einem Publikum […] wobei im Unterschied zu Theateraufführungen keine schriftlich fixierten Dialoge vorliegen“[2], fassen. Oder man wird etwas spezifischer und sieht Performance als ausschließlich oder besonders auf den Körper zentrierte Aktionsform.[3]

Bevor man allerdings Gefahr läuft im Dickicht der Begrifflichkeiten unterzugehen ist es sinnvoller zu überprüfen was die Quadriennale so als Performance servierte. Im imai beispielsweise gab es wohl eine „Lecture-Performance“ mit dem Titel „Space Travelling“ von Agnes Meyer- Brandis, die wohl mit einem Format des Vortrags mit künstlerischen Mitteln in ihre auch ebendort ausgestellte Arbeitsweise einführte. Im K21 durften AutorInnen ihre von Kafkas „Der Bau“ inspirierten Erzählungen vortragen. Das KAI 10 hatte wohl verschiedenste Straßenmusiker engagiert. Und im Museum Kunstpalast wurde eine zeitgenössische Form der Alchemie ausprobiert, indem man Beuys’sche Fettecken und anderes destillierte. Außerdem ließ man dort die Künstlerin Stephanie Senge im Ehrenhof ein Konsummandala legen, dessen Inhalte anschließend mit Besucherbeteiligung verschnippelt und verkocht werden konnten. Ein meditativer Gegenvorgang zur Kirmes, bei der der Rhein zur Symmetrieachse zwischen Riesenrad und Mandala werden sollte. Mancher konnte dann auch noch seine lila Taschen füllen bevor es in der lauen Sommernacht weiter (zur größten Kirmes am Rhein?) ging.

An dieser Stelle sei nochmal einer der wichtigsten Parameter von Performance-Kunst erwähnt: ihr ephemerer, vergänglicher Charakter –  weswegen die Autorin dieses Artikels nicht bei allem zugegen sein konnte (und wollte). Mein Weg führte mich allerdings ins KIT, wo Philine Rinnert und Colette Sadler mit ihren Notebook Series eingeladen worden waren. Rinnert als Performerin, die ihren Platz hinter einem Schreibtisch mit Laptop im Endstück des Tunnels eingenommen hatte, führte sodann in perfekter Manier Bewegungen vor, die ihre Gliedmaßen und ihre Stimme wie unkontrollierbare ihres Körpers erscheinen ließen. Das war für eine kleine Weile eindrücklich anzuschauen und löste eine gute Art von Befremdlichkeit aus. Der größte Teil der Aufführung verlor sich allerdings in unzusammenhängenden und etwas platten Versuchen ein Gesamtkonzept aufzuzeigen, das sich wohl um mittelalterliche Stiche von Monstern und deren Übersetzung in eine Cyborgära drehte und schließlich in der Verwendung eines (in schlechter Art befremdlich) wirkenden dritten Prothesenarm und –beins gipfelte.

Übersetzung oder Vermittlung heutiger Technologien mit dem Körper war auch Xavier Chas Thema. Die New Yorker Künstlerin wurde zur Realisation eines Tanzstückes in die Kunsthalle eingeladen. In Surveil ließ diese dann eine Projektion von vier Personen aus der Perspektive einer Laptopkamera mit zwei Tänzern kollidieren. Die letargisch und Fruitloops kauenden, auf einen Computermonitor starrenden „User“ bildeten einen großen Kontrast zu den extrem präzisen und kraftvollen Bewegungen der an Cunningham geschulten Performer. Das verbindende Band ergab sich durch die zugrundeliegenden Vorüberlegungen, in der Künstlerin und Tänzer das Userverhalten der Gezeigten entschlüßelten und anschließend in Bewegung kodierten. Das Schließen eines Tabs vollzog sich als Bild dann beispielsweise im zu Boden gehen der Tänzer. Facebook wurde durch ein Vibrieren des Körpers vermittelt. Das Lesen eines Textes hatte im Realraum langsamere Bewegungsabläufe als das Durchklicken durch den Cyberspace zur Folge. Wohlgemerkt wären solche genauen Zuordnungen nicht ohne das anschließende Gespräch möglich gewesen. Der tänzerischen Darbietung tat das keineswegs Abbruch und auch sonst sei Xaviers Ansatz als gelungen zu bewerten.

Während es bei der Quadriennale Videonacht tatsächlich um einen Feldversuch rund um das Medium Videokunst in engster Verknüpfung mit dem Stadtraum ging, wird das Medium Performance diesmal genutzt um die Besucher in die Museen zu locken, die sich ein thematisch verknüpftes Programm aus den Fingern gesogen hatten. Dass eine solche thematische Anbindung Qualitäts- und Innovationsgrenzen setzt muss nicht verwundern. Der verstärkte Einbezug von ephemeren, handlungsbetonten Darstellungen in das Format der Museumsausstellung ist aber eine Entwicklung, welche auch die Quadriennale anerkannt und sodann – wenn auch in ein einmaliges abendliches Event – umgesetzt hat. Es sollte im Rahmen eines Festival der bildenden Künste immer einen Stellenwert erhalten. (RD)

[1] Vgl. Angerer, Marie-Luise: „Performance und Performativität“, in: Butin, Hubertus (Hg.): DuMonts Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst, Köln 2002, S. 241-245.

[2] Ebd., S. 241.

[3] Ebd., S. 241.

Ein trauriger Nachtrag

18. Juli 2014 § Ein Kommentar

Leider erreichte uns heute die Nachricht, dass Otto Piene, dessen Ausstellung momentan im Zuge der Quadriennale in der Langen Foundation zu sehen ist, gestern gestorben ist. Weitere Informationen findet ihr hier. (MK)

Licht und Luft

16. Juli 2014 § 3 Kommentare

642639_web_R_by_birgitH_pixelio.de by Birgit H.

Light and Air, Licht und Luft, zwei zentrale Elemente, die für unser Leben auf dem Planeten Erde unentbehrlich sind. Diese bilden auch den Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung von Otto Piene in der Langen Foundation.
Wer den Künstler kennt, eines der Gründungsmitglieder der Gruppe ZERO aus den 1950er Jahren, der weiß, dass Piene sich schon von Beginn an mit neuen Materialien für die Kunst und mit modernen Technologien auseinander gesetzt hat. Sein Oeuvre umfasst nun mehr als fünf Jahrzehnte und es bleibt weiterhin wandelbar und hoch aktuell. Die derzeitige Ausstellung in der ehemaligen Raketenstation, stützt sich auf zwei für diese Räumlichkeiten konzipierte Installationen Pienes. Zum einen gibt es einen großen Lichtraum, in dem mehrere „Maschinen“ durch bestimmte Raster in ihrer Oberfläche Lichtpunkte und –muster auf die verdunkelten Wände werfen. Ein unglaubliches Erlebnis! Der Raum ist auf zwei Ebenen zugänglich. Betritt man ihn am Anfang des Rundgangs durch die Exposition, sieht man zunächst nur einzelne Lichtspiele an den Wänden, bis man zu einer Balustrade gelangt, über die man auf die im Raum unten stehenden technischen Werke sehen kann, die sich eigenständig bewegen und sich in einer bestimmten Reihenfolge ein- und ausschalten. Über eine lange und ausgedehnte Rampe, die fast die Hälfte des Raumes einnimmt, kommt man hinunter. Die langsam rotierenden Lichtpunkte, die sich durch die unterschiedlich geformten Löcher in den „Maschinen“ ergeben, umfangen den Betrachter beim Hinuntergehen und geleiten ihn hinab. An der zur Rampe gegenüberliegenden Wand erblickt man ein kreisrundes Muster. Sogleich denkt man an den Himmel einer sternenklaren Nacht. Die Wand selbst scheint aus Holzspan zu sein, sodass in sie das riesige Muster gebohrt werden konnte, das nun von hinten beleuchtet wird. Ist man die ersten Meter der Rampe gelaufen, so befindet man sich direkt vor dem Zentrum dieses beeindruckenden Musters. Wie hypnotisiert blickt man in die Kreise, immer tiefer wird man hineingezogen, sodass man alles andere um sich herum vergessen und sich als Teil dieses Universums fühlen kann.
(Interessant ist hier der Vergleich mit Kandinsky, Malewitsch, Mondrian – Der weiße Abgrund Unendlichkeit in deren Werken man ähnliches erleben konnte).
Die zweite Installation befindet sich im nächsten Raum. Tauchte man im ersten in eine kontemplative Stille ein, so wird nun die Aufmerksamkeit schon durch dröhnende Geräusche geweckt. In dem hohen hellen Raum erblickt man mehrere sehr hohe und farbige Blumen. Ein langer Stiel trägt eine gezackte Blüte oder einen Stern. Die Gebilde bestehen aus dünnem Stoff und werden über Ventilatoren mit Luft gefüllt. In verschiedenen Rhythmen wird mal mehr und mal weniger Luft in sie hineingeblasen, sodass ihre Zacken entweder schlaff und beinahe greifbar herabhängen oder sich bis in die Spitzen mit Luft füllen und sich die Sterne stolz hoch über uns in ihrer vollen Pracht entfalten. Läuft man zwischen ihnen hindurch, fühlt man sich wie in einem exotischen Wald, dessen Pflanzen in einem ständigen Wechsel von Werden und Vergehen miteinander interagieren und kommunizieren.
Dieses im Jahr 2014 entstandene Werk bezieht sich auf Aktionen mit ähnlichen Luftgebilden, die Otto Piene seit den 1960er durchgeführt hat und verweist auch auf das ganztägige Sky Event, welches am 9. August 2014 in der Langen Foundation stattfinden soll. Wer sich jetzt schon ein Bild davon machen möchte, kann sich in der Ausstellung einen Dokumentarfilm und Fotografien zu den früheren Kunstaktionen ansehen.
Als Fazit bleibt, dass Light and Air dem Betrachter tolle Erlebnisse verschafft, die Eindruck hinterlassen. Als Manko muss jedoch festgestellt werden, dass es äußerst aufwändig ist, zu diesem Museum zu gelangen. Es ist weit außerhalb gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur nach einer langen Anreise und nur einmal in der Stunde zu erreichen. Wer mit dem Auto kommen kann, sollte sich auf sparsame und manchmal irreführende Beschilderung gefasst machen. Dieser Ausstellungsbesuch lohnt sich auf jeden Fall, doch er sollte sehr gut geplant werden!
(MK)